Unsere Demokratie funktioniert so nicht.

Mangelnde Schulpolitk, fehlende wirkende Reformen, undynamische Kompromisslösungen für die Lobby, fehlender Mut, unüberschaubares Steuersystem, unverständliche Subventionen, auch ins Ausland. All das und noch viel viel mehr sind für mich ein Zeichen dafür, dass unsere Demokratie, so wie sie sich jetzt darstellt, nicht funktionieren kann. 

Klar, uns geht es eigentlich ziemlich gut, keiner muss verhungern oder auf der Straße leben, es gibt immer Mittel und Wege, aus Krisen zu kommen. Aber mir reicht das nicht, ich bin der Meinung, wir könnten weiter sein, besser sein. 

Diese Meinung haben viele. Viele Arbeitslose, Arbeiter, Manager. In jeder Schicht wächst die Unsicherheit, die Unzufriedenheit über die aktuelle Situation. 

Ich denke das Kernproblem allen Übels liegt nicht an einzelnen Politikern, nicht an der Lobby oder an "dummen Wählern", sondern an unserem demokratischen System an sich. Nur wer die Masse überzeugen kann, kann überhaupt etwas bewirken. Also wird versprochen, gelogen, intrigiert. Klar oder? Wer da nicht mitmacht kommt nun mal auf keinen grünen Zweig. Ich denke da nur an Herrn Kirchhoff, der mit seiner Idee eines neuen, einfachen und fairen Steuersystems nur ausgelacht wurde. 

Doch wie ändern? Anders wählen? Gar nicht wählen?

Ich wähle seit Jahren das, was ich für richtig halte. Doch bringts leider nichts. 

Hier meine Idee von einer wirklich tollen Demokratie:

Das Parteiensystem bleibt gleich. Es sollte für jede politische Richtung Alternativen geben. Rechte, Linke, Mitte, Soziale, Grüne und was weiß ich nicht noch alles. Was sich ändern muss ist das bestreben einzelner Politiker und Parteien nach Geld und Macht. Doch wie? Ganz einfach: Jede staatlich anerkannte Partei, bzw. jedes Mitglied dieser Partei sollte einen festgesetzten von mir aus ruhig hohen Betrag als Ausgleich erhalten. Dabei sollten aber Parteien, die nicht gerade die 40 Prozent knacken, dennoch über die selben Mittel verfügen, sofern die Anzahl der Parteimitglieder natürlich gleich ist. Dann würde ich noch was ändern: Nur wer nachweislich auch in der Lage ist, auf dem doch hohen Niveau zu regieren sollte die Möglichkeit bekommen, in der Politik mitzumischen. Wenn jeder Bauer eine Partei gründen kann und ich dann sehe, dass sogar ehemalige Bauarbeiter jetzt im Nadelstreifenanzug im Bundestag hocken, da vergeht mir das Lachen. Nix gegen Bauarbeiter, aber irgendwo ist es doch schon komisch: Wenn ich nicht studiert habe, kann ich kein Arzt werden. Wenn ich nicht mein Abitur in der Tasche habe, kann ich nicht Mediengestalter werden. Aber ohne Hauptschulabschluss kann ich sehr wohl in die Politik. Da ist doch was grundsätzlich verkehrt.

Also: 

Viele Parteien, für jede Partei festgesetzte gleiche Mittel und einen Nachweis über die Fähigkeiten. 

Ich denke damit wären schon einige Probleme gelöst. Zumindest bräuchte dann keiner mehr sein Volk anzulügen, nur um sich selbst zu bereichern. Das wäre doch schon mal was oder? 

15.1.09 10:59
 


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