Wo geht die Reise hin?

Fiktion? Realität? Zukunftsmusik?

Auf einem anderen Blog las ich soeben eine Diskussion über einen Wikipedia-Chip zum einpflanzen in den Körper, der das Wissen von der Wiki-Gemeinde direkt ins Gehirn speist. 

Ok, ich möchte diese Idee mal weiterspinnen. 

Jawoll ja, ich bin ein Technik Freak, ich finde es praktisch und schon notwendig, dass ich mit meinem Handy unterwegs meine Tabellen bearbeiten kann, meine Mails abrufen und auch mal ein Video direkt via GPRS auf YouTube stellen kann. 

Das neue Technik, die dem Menschen einen Nutzen bringt, auch vom Menschen Anwendung findet, davon bin ich überzeugt. Vor nicht allzu langer Zeit konnte keiner glauben, dass man Briefe in Sekundenschnelle über den Globus senden kann, ohne große Kosten. Als dann die Mails immer mehr Publik wurden, teilte sich das Lager in Internetfreaks und Menschen, die von der Seele eines von Hand geschriebenen Briefes überzeugt sind. Aber: Die Mail setzte sich durch. 

Bis zu meinem 18ten Lebensjahr habe ich mich gegen die Anschaffung eines "Handys" gewehrt, heute arbeite ich täglich damit. 2000 bekam ich meinen ersten DSL Anschluss, ich habe fast nur gechattet. Heute erstelle ich Webseiten, schaue mir Videotutorials an, lerne im Internet, beziehe hier meine Nachrichten, teilweise sogar meine Waren. 

Daher ist es für mich ein Fakt: Technik setzt sich durch. 

OK, jetzt aber zum ethischen Teil. 
Chips im Körper die mein Auto öffnen können oder zu Hause die Heizung aufdrehen wenn ich vorfahre gibt es schon. Interaktive Touch-Display-Tische gibt es auch schon. Roboterarme- und Beine auch. Bald schon wird das Internet 24 Stunden am Tag um uns herum sein. Davon bin ich überzeugt. Unser Schlaf kann überwacht werden und bei Bedarf ohne unser Wissen ein Arzt bei Problemen informiert werden. Morgens werden wir dann online geweckt mit den Aktuellen News die wir vorher als wissenswert definiert haben. Der Kaffee wird nicht leer sein, da der Kühlschrank schon am Freitag neuen bestellt hat. Sobald ich meine Schuhe aus dem Schrank hole, wärmt mein Auto vor und fragt mich anschließend, wo es denn hingehen soll. Leider dauert der Weg zur Arbeit dann länger, da zu schnelles fahren einfach nicht mehr geht. 

ABER: Muss ich denn noch arbeiten? Können das denn nicht die Roboter erledigen? 
Muss ich noch einkaufen? Geht doch auch von zu Hause aus.
Muss ich noch in Urlaub fahren? Ich kann doch von überall aus arbeiten?
Muss ich mich noch mit Freunden treffen? Online geht das doch via Kamera auch?
Muss ich noch lernen? Ich kann doch via Handy/Organizer jede beliebige Information binnen Sekunden aus dem Netz holen.

Versteht mich nicht falsch, ich mag Tecknik sehr, aber irgendwann muss doch mal Schluss sein. Das dachen aber auch unsere Väter die heute mit der Technik schon nicht mehr mitkommen. Ab wann muss der Mensch nicht mehr existieren obwohl sich die Welt weiterdreht und dennoch produziert, manipuliert und sich weiterbildet? 

Mir macht das Angst, denn der Fortschritt ist nicht aufzuhalten und wir wollen ihn auch gar nicht aufhalten. Naja, vielleicht ein paar kleine Gruppen in Asterix und Obelix Manier. 

Aber einen Trost habe ich: Ich bekomme jetzt die ganzen coolen Sachen noch mit und wenn der Mensch tatsächlich nicht mehr gebraucht wird, bin ich schon nicht mehr da. 

---aber Gedanken macht man sich ja doch---

13.1.09 13:52
 


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